Das ZundA ist ein offenes und selbstverwaltetes Hausprojekt. Hier entstehen Räume für ein solidarisches Miteinander – für linke Praxis, Austausch und Vernetzung, Bildung und Kultur. Das Haus soll ein zentraler Begegnungsort in Witzenhausen sein, in dem es Platz für eine solidarische Praxis gibt. Wir wollen füreinander da sein und zusammen aktiv werden. Der Grund ist einfach: Wir wollen ein gutes Leben für alle.
Es gibt zu viele Orte, für deren Nutzung Menschen Geld ausgeben müssen und die somit exklusiv sind. Daher braucht es Räume, die für alle unabhängig von ihren finanziellen Mitteln nutzbar sind. Deswegen ist das ZundA ein unkommerzieller Ort. Mit dem Projekt wird kein wirtschaftlicher Gewinn erzielt.
Auf dem Weg in eine gerechtere und freiere Gesellschaft ist es wichtig, Räume der Begegnung aufzubauen und langfristig auf sichere Füße zu stellen. Dafür wurde dieses Haus entprivatisiert und wird zu einem Treffpunkt, Arbeits- und Wohnort ausgebaut.
Wir verstehen das Projekt als linken Ort. In den Haus-Plena teilen wir linke, emanzipatorische Grundsätze miteinander: Gleichheit, Solidarität und Freiheit. Das bedeutet die Anerkennung aller Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit, Verantwortung füreinander zu übernehmen und sich für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen, die frei von Ausbeutung und Unterdrückung ist. Gleichzeitig haben wir nicht alle genau dieselben politischen Ansichten. Auch ist das Haus ein Ort, der von verschiedenen Akteur*innen bespielt wird – nicht alle Veranstaltungen, die hier stattfinden, spiegeln unsere persönlichen politischen Meinungen wider.
Das ZundA ist ein selbstorganisiertes und unabhängiges Projekt. Es wird durch verschiedene Gruppen, Initiativen und unbezahlte Arbeit gestaltet und getragen und ist nicht an eine Partei oder eine Organisation gebunden. Es wird angestrebt, dem Mietshäusersyndikat beizutreten, womit das Haus langfristig unverkäuflich wird und so in kollektivem Besitz bleibt.
Wir dulden im Projekt kein menschenverachtendes Verhalten oder Inhalte, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verbreiten. Auch haben verkürzte Kapitalismuskritik, esoterische Ideologien und Verschwörungserzählungen hier keinen Platz. Wir behalten uns vor, im Plenum zu entscheiden, Gruppen oder Einzelpersonen von der Nutzung der Räume auszuschließen.
Wir bieten Gesprächskontakt an für den Fall, dass problematische Inhalte geteilt werden und versuchen, Betroffene zu unterstützen, wenn es zu Übergriffen oder diskriminierenden Situationen kommt. Gleichzeitig erwarten wir von allen nutzenden Gruppen Verantwortungsübernahme für den Ort. Solltest du im ZundA diskriminierende Situationen erleben oder dich mit etwas nicht wohl fühlen, sprich uns an oder schreib eine Nachricht an: raum@hauszunda.org
Anfragen zur Nutzung der Räume, Beteiligung sowie Anregungen und Kritik sind immer willkommen.
27. Februar 2025